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Alles über LTE-Frequenzen

Für LTE stehen in Deutschland mehrere Frequenzbereiche zur Verfügung: Der Bereich 800 Megahertz reicht von 791 bis 821 Megahertz für das Herunterladen von Daten und von 832 bis 862 Megahertz für das Senden von Daten. Hier wird im FDD-Verfahren auf einem Kanal gesendet und auf dem anderen empfangen. Hier verfügen Telekom, Vodafone und O2 über Frequenzen.

Der Bereich 2.600 Megahertz liegt zwischen 2.500 und 2.570 für das Senden von Daten sowie 2.620 und 2.690 Megahertz für das Empfangen. Auch hier wird das FDD-Verfahren angewendet. Hier haben alle vier Mobilfunkbetreiber Frequenzen.   

LTE-Frequenzen für LTE-FDD und LTE-TDD

Dazu kommt noch das Band zwischen 2.570 und 2.620, es wird beispielsweise vom Netzbetreiber Vodafone als eine Art Reserve für den weiteren LTE-Ausbau betrachtet: Wenn es im Netz einmal eng wird, kann man LTE mit dem TDD-Verfahren betreiben. Dabei wird auf einem Kanal zeitversetzt gesendet und empfangen. Auch hier haben alle vier Mobilfunkbetreiber – also Telekom, Vodafone, O2 und E-Plus – bei der Auktion im Mai 2010 Frequenzen erworben.

Das mögliche Frequenzspektrum

Die Datenfunktechnik LTE kann in verschiedenen Frequenzbereichen von etwa 700 Megahertz bis 2700 Megahertz betrieben werden. „Welche Frequenzen in welchem Land tatsächlich langfristig genutzt werden, ist derzeit noch nicht abzusehen“ so die deutsche Bundesnetzagentur. Die Frequenzen im höheren Bereich können dabei große Kapazitäten für viele Nutzer bereitstellen, die Frequenzen im niedrigeren Bereich gelten als sehr kosteneffektiv, wenn man größere Flächen mit geringer Bevölkerungszahl versorgen will.

Es wird allgemein erwartet, dass sich die Industrie weltweit auf eine begrenzte Anzahl möglicher LTE-Frequenzen festlegt. Dies würde es ermöglichen, die Mobilfunktechnik LTE mit dem gleichen Gerät in verschiedenen Ländern zu nutzen.

LTE-Frequenzpläne weltweit

In Europa wird das Frequenzband von 800 Megahertz zunehmend für LTE genutzt. Deutschland machte hier den Anfang. Auch in Dänemark, Finnland, Frankreich Schweden und der Schweiz stehen diese Frequenzen für LTE zu Verfügung, Global Mobile Suppliers Association (GSA), ein Interessensverband der Mobilfunkbranche. Die Weltfunkkonferenz 2007 hatte das Funkspektrum zwischen 790 und 862 Megahertz in Europa, dem Nahen Osten und Afrika für mobile Dienste freigegeben.

In den USA setzen Verizon Wireless, AT&T Mobility und einige Regionalanbieter auf den LTE-Ausbau im Bereich 700 Megahertz. Diese Frequenz werde sich auf dem amerikanischen Kontinent insgesamt durchsetzen, so die GSA.

Der Bereich von 2.600 Megahertz wurde außer in Deutschland schon in Norwegen, Finnland, Schweden und Honkong für LTE vergeben (Stand August 2010), in Belgien und Malaysia sehen die Auktionen noch an.

Neben der Nutzung neuer Mobilfunkfrequenzen könnte man nach Ansicht der GSA auch bereits bestehende Mobilfunkfrequenzen, die bisher mit älteren Mobilfunktechniken genutzt werden, für LTE frei räumen: Dafür stünden global die Bereiche 850, 900, 1700, 1800, 1900 und 2100 Megahertz zur Verfügung.

Weltfunkkonferenz ordnet die Funkfrequenzen - auch für LTE

Die Weltfunkkonferenz (englisch: World Radiocommunication Conference abgekürzt WRC) legt in der Vollzugsordnung für den Funkdienst (englisch: Radio Regulations), einem völkerrechtlich verbindlichen Dokument, die internationalen Regeln für den Funkverkehr fest. Dazu gehört auch die Nutzung der einzelnen  Frequenzbereiche. Die WRC tagt alle zwei bis fünf Jahre.

Autor: Boe

Veränderungen bei LTE Frequenzen in Deutschland werden auf lte-frequenzen.de publiziert.