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Alles über LTE-Geschwindigkeiten

LTE verspricht theoretische Höchstgeschwindigkeiten von derzeit 100 Megabit pro Sekunde beim Download (Mbit/s), unter optimalen Bedingungen wären theoretisch sogar mehr als 300 Mbit/s möglich. Beim Senden von Daten, im sogenannten Upload liegt man in der Spitze bei 50 Mbit/s. Soweit die Theorie.

Im echten Leben schaut es wie immer etwas schlechter aus: In den kommerziellen LTE-Netzen weltweit werden im Alltagsbetrieb Durchschnittsgeschwindigkeiten von 33,4 Mbit/s im Download  und 12,4 Mbit/s im Upload vermeldet. Doch das reicht immer noch, um dem Nutzer das Gefühl zu geben, er surfe genauso schnell wie am heimischen Glasfaser-Kabel-Anschluss.

Wovon die LTE-Geschwindigkeit abhängt

Die LTE-Geschwindigkeit hängt stark davon ab, wie viele Nutzer sich gleichzeitig in einer Funkzelle ins Internet einwählen. LTE gilt als „Shared Medium“: Je mehr Nutzer online gehen, desto weniger Platz im Funkraum hat der Einzelne für seine Datenübertragung zur Verfügung. Nicht nur die Anzahl der Nutzer ist entscheidend, auch ihr jeweiliger Datenhunger – Wer im Internet surft braucht weit weniger Übertragungskapazität als jemand, der online Fernsehen oder Videos anschaut.

Auch die Entfernung des Nutzers zur Basisstation beeinflusst die Geschwindigkeit der Verbindung. Je näher man sich am Sendemast befindet, desto höher wird die Datenrate. Dies liegt unter anderem daran, dass etwa das Datenübertragungsverfahren QAM-64 (64fache Quadraturamplitudenmodulation), das die Datenübertragung beschleunigt, nur im direkten Umkreis um die Basisstation funktioniert.

Einflußfaktoren auf die LTE-Geschwindigkeit

Nicht nur die Entfernung, auch die Geschwindigkeit des Surfenden ist ein entscheidender Faktor. Bewegt man sich sehr schnell, zum Beispiel im Auto oder im Zug, so sinkt die Datenrate beträchtlich. Dazu kommt die Abschirmung de Signals durch Gebäude. Im Gebäudeinneren sind keine Spitzengeschwindigkeiten möglich, da Wände das Signal abschwächen.

Optimal wäre es mit einem Vier-Antennen-Stick einen Sendemast zu suchen, der über eben diese Technologie verfügt. Dann sollte man zu einer Zeit, in der (fast) kein anderer User online ist – also etwa zwischen drei und fünf Uhr morgens - in größtmöglicher Nähe zu diesem Sendemast – also mit direkter Sichtverbindung – still sitzend draußen im Freien surfen. Aber mal ehrlich: Wer will das schon…  

Geschwindigkeiten im echten Leben mit LTE

Deshalb lagen die Geschwindigkeiten, die bereits im weltweit ersten kommerziellen LTE-Netz von Telia-Sonera im Alltagsbetrieb erreicht wurden, deutlich unter den theoretisch möglichen 100 Mbit/s.   

Auch in Deutschland wird es in der Praxis nicht mit 100 Mbit/s ins weltweite Netz gehen. Vodafone, Telekom, o2 und mittleweile auch E-Plus bieten zwar in Ihren Werbeprospekten LTE-Geschwindigkeiten von bis zu 150 Mbit/s, aber die tatsächliche Download-Geschwindigkeit dürfte deutlich niedriger sein. 

Autor: MN

Man kann sich auch über die Netzbetreiber LTE Geschwindigkeit auf lte-geschwindigkeit.de informieren und erst dann eine Entscheidung bezüglich des Netzes fällen.